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Ohrenschmaus einer Forschungsreise

Eisenach

4.Station “Heimatkunst”

In Eisenach gibt es den Kunstpavillon.
Er hat eine besondere Geschichte : erbaut 1967 als Automobilmuseum der Wartburgwerke Eisenach ist er ein besonderer Zeitzeuge der industriellen Baukultur der Moderne. Der Pavillon ist aber auch wichtig für die Eisenacher*innen. Ein Stück Heimat.
Trotz seiner Berühmtheit ist der Pavillon sehr unaufdringlich, mit seiner baulichen Leichtigkeit erscheint dieser wie eine zufällige Begegnung.
Der richtige Standort für den HeimatForschercontainer !
Wir planten ein vielseitiges Programm :
 — Eine Kräuterwanderung. Kräuter im Stadtraum zu suchen ist ein aufregender Gedanke.
 — Einen Kalligrafieworkshop. Mit traditioneller Schönschrift neue Zeichen setzten ?
 — Heimat Plastikfrei. Ein Workshop für selbstgemachte Pflegemittel. Oh lalala.
 — Funk me Home. Einen Abend mit Eisenacher DJ´s. Boiler Room am Container.
 — Höhepunkt : eine Podiumsdiskussion mit alten und jungen Menschen, aus Eisenach, aus Ost aus West.
Eine weiße Wand im Container, eine Papierrolle mit Stift und eine Dose mit Kleister.
Besucher*innen konnten ihre Heimatgefühle an die Wand bringen. Einfache Gedanken, spontane Gefühle und gut überlegte Aussagen. Zeit gab es genug, zwischen Kalligrafie, Kräutern und Musik.
Heimat ist in den Bereich des nichtsagbaren gelandet (Josephine). Die Wand beginnt zu sprechen. Heimat voll mit Assoziationen und Konflikten zwischen den Zeilen. Das ist wichtig, denn es bleibt immer eine Frage der Perspektive.
Warum schaffen wir den Heimatbegriff nicht ab ? Dann würde er missbraucht werden, besetzt mit negativen Gedanken.
Einige Aktionen am Container wurden zum Aktionsraum, Testraum.
Da gibt es Diskussionen über den Panoramaweg. Die Stadt streitet mit jungen Menschen. Wem gehört die Heimat ? Kann man Heimatland besetzten ?
Laut soll es wieder werden.

Fazit :
Fremde waren angekommen. Einheimische waren auf der Suche.
Die jungen Eisenacher lieben ihr Eisenach, lieben die schwere Kost, wie die Wartburg, Burschenschaftsdenkmal, Bach oder Luther.
Wie alle jungen Menschen sind sie auf der Suche nach eigenen Räumen, um zwischen der schweren Kost ihren eigenen Platz zu finden. Doch das ist nicht gewollt. Heimatgefühle in Eisenach bleiben deftig und liegen schwer im Gemüt.

Organisation : Peter Schäfer (Künstler und „Bauleiter“ Kunstpavillon), Josephin Neubert (Kulturantrophologin), Jörg Wagner (Kulturvermittler)
Projektpartner : Max Wagner (Kalligraph und Fremder), Svenja Preuster (Influencerin), Sven Lietzkow (DJ Trinkwasser und Tontechniker), Tobias Wichmann (DJ Auditiv Techno und Bäcker), Alex (Klangtherapeut und Sinnsucher), Dr. Friedemann Schmoll (Prof. für Kulturwissenschaft), Christfried Bölter (ehem. Pfarrer, Kulturnadelträger), Eric Maier-​Rehm (Student und Regisseur)